Römische Zeit

Mit einer enormen Militärorganisation versuchten die Römer vom Rhein aus Germanien zur römischen Provinz zu machen. Wir wissen das dies misslang, denn seit der Niederlage des Varus mussten die Römer erkennen, dass ein Volk herumziehender Stämme und Sippen nicht festzulegen war. Deshalb sollten  die römischen Grenzziehungen zwischen Rhein und Donau dauerhaft Sicherheit bringen. Zunächst nur ein Grenzweg wurde der Limes nach und nach zu einer perfekt befestigten Grenze ausgebaut. Fast 200 Jahre hielt der Friede am Rhein und der wirtschaftliche Aufschwung ließ während dieser Zeit einen Wohlstand entstehen, wie er danach kaum mehr erreicht wurde.

Koblenz der befestigte Flussübergang vor dem Zusammenfluss entwickelte sich zu einem wirtschaftlichen Umschlagplatz. Die feste Moselbrücke und lange Zeit auch eine Rheinbrücke machten den Ort zu einem wichtigen Versorgungsstützpunkt des römischen Militärapparates. Erst als der Limes dem germanischen Druck nicht mehr standhielt und der Rhein wieder die natürliche Grenze bildete, mussten viele Einrichtungen am Fluss neu befestigt werden.

Unterhalb der Karthause und dem Fort Konstantin, wo heute der Kehlturm steht, führte im Verlauf der Bundesstraße B 9 schon zur Römerzeit eine Straße am Rhein entlang. Ähnlich wie heute gelangte man auf ihr zu der Moselfurt am jetzigen Saarplatz, oberhalb der Europabrücke. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurden in der Römerstraße mehrere röm. Meilensteine gefunden und man kann davon ausgehen, dass sich damals etwas weiter am Grat des Berges eine gepflasterte Straßenkreuzung befand. An dieser Kreuzung begann der Hunsrückhöhenweg, der hinauf über die Karthause führte. Außerdem konnte man von hier auf der alten Lehrstraße, einer römischen Gräberstrasse, das Kastell ad Confluentes und die Moselbrücke erreichen. Von einer weiteren Flussfurt bei Moselweiß (Wisse) oberhalb des  heutigen Kemperhofes, kreuzte damals hier der Weg, der weiter zum Rhein führte (heute ungefähr Beatusstraße - Markenbildchenweg).

Vermutlich war der Verkehrsknoten stark frequentiert und freie Händler bzw. Siedler ließen sich in der Nähe nieder, denn am Markenbildchenweg fand man spätrömische Gräber

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